Interkulturelle Studien: Polen und Deutsche in Europa

Deutsch-polnisches Museum: Gemeinsam Lernen und Erinnern

13.09.2019 von 19:00 bis 21:00

Berlin

Mit dem Überfall Deutschlands auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Im Zuge der deutschen Vernichtungspolitik wurden fast 6 Millionen polnische Staatsbürger*innen, darunter mehr als 3 Millionen polnische Jüdinnen und Juden, Tausende Sinti und Roma und weitere Minderheiten, ermordet.

Junge Menschen in der Bundesrepublik Deutschland haben jedoch noch immer nur unzureichende Kenntnisse über die vielfältigen und bereits seit Jahrhunderten bestehenden deutsch-polnischen Beziehungen. Gleiches gilt für die gemeinsame Vergangenheit mit ihren vielfach tragischen, aber auch fruchtbaren Folgen.

Um eine vertrauensvolle deutsch-polnische Nachbarschaft zu stärken und gegenseitiges Interesse und Verständnis zu schaffen, müssen diese Wissenslücken geschlossen werden. Dafür braucht es die Verbindung von fundiertem Wissen, historischer Vermittlung, kulturellem Austausch und Gedenken ebenso wie Gespräche und Debatten in beiden Gesellschaften sowie Räume für interdisziplinäre Kooperationen. 

Welche Rolle ein binationales Museum mit Standorten in Deutschland und Polen bei dieser komplexen Aufgabe spielen kann, möchten wir mit Ihnen bei unserer Podiumsdiskussion diskutieren.

Dazu begrüßen Sie:

  • Jan Korte, MdB, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der Linksfraktion
  • Brigitte Freihold, MdB, erinnerungspolitische Expertin der Linksfraktion und Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages
  • Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt, Historiker und Professor für Holocaust-Studien am Touro College Berlin
  • Dr. Justyna Schulz, Direktorin am Instytut Zachodni (IZ), Poznań
  • Manuel Sarrazin, MdB, Sprecher für Osteuropapolitik von Bündnis 90/Die Grünen, Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Parlamentariergruppe
  • Dr. Wolfram Meyer zu Uptrup, Stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e.V. 
  • Dr. sc. pol. Kai-Olaf Lang, Stiftung Wissenschaft und Politik (Moderation) 

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin.

Um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen finden Sie hier.

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